„SHIFOBAKHSH“: ERSTMALS IN TAJIKISTAN WURDE EINE KOMPLEXE KINDERCHIRURGISCHE OPERATION ERFOLGREICH DURCHGEFÜHRT
In der staatlichen Einrichtung „Tajikisches Nationales Medizinisches Zentrum ‚Shifobaksh‘“ wurde im Rahmen eines Besuchs der Swiss Medical Teams (SMT) in der Republik Tajikistan ein komplexer anorektaler chirurgischer Eingriff, wie beispielsweise die Korrektur einer Kloake, einer bei Mädchen auftretenden angeborenen Fehlbildung, erfolgreich an einem 6 Monate alten Säugling durchgeführt. SMT arbeitet seit mehr als 15 Jahren mit der Regierung der Republik Tajikistan zusammen im Rahmen des Kooperationsabkommens zwischen dem Ministerium für Gesundheit und Sozialschutz der Bevölkerung der Republik Tajikistan und Swiss Medical Teams.Die Operation wurde unter Beteiligung einheimischer Fachärzte und Chirurgen aus der Schweiz erfolgreich durchgeführt. Nach Angaben von Fachleuten tritt dieser bei Mädchen angeborene Defekt aufgrund einer Malformation von Vagina, Rektum und Harnröhre auf, ein Zustand, der in der Medizin als Kloake bezeichnet wird, wobei alle diese Organe nach aussen über einen einzigen Kanal münden. Fachleuten zufolge tritt die kloakale Form der angeborenen anorektalen Fehlbildung weltweit bei 1–2 von 50.000 Geburten auf.
Shohin Rahmonov, Kandidat der medizinischen Wissenschaften und Leiter der Abteilung für Neonatal- und Säuglingschirurgie am staatlichen Nationalen Medizinischen Zentrum „Shifobakhsh“ in Tajikistan, erklärt, dass solche Operationen bisher in der genannten Einrichtung nicht durchgeführt worden seien und lediglich die erste Behandlungsstufe für solche Patienten mittels einer Sigmoidostomie erfolgt sei.
In diesem Zusammenhang heisst es, dass bei der medizinischen Behandlung solcher Patienten mit angeborenen Fehlbildungen aufeinanderfolgende Behandlungsschritte durchgeführt werden, darunter auch die Durchführung der zweiten Phase, nämlich die Durchführung des chirurgischen Korrektureingriffs. Dabei werden Rektum, Vagina und Urethra getrennt und jeweils über einen separaten Kanal ausgeleitet.
Die Operation dauerte über sechs Stunden und verlief glücklicherweise erfolgreich, ohne Komplikationen oder Blutungen.
Shohin Rahmonov, Kandidat der medizinischen Wissenschaften und Leiter der Abteilung für Neonatal- und Säuglingschirurgie am staatlichen „Shifobakhsh“-Nationalen Medizinischen Zentrum von Tajikistan, erklärt: dass, wenn solche Patienten nicht rechtzeitig operiert werden, die über den Harnleiter aufsteigende Infektion die Harnwege schädigen können, was zu Nierenversagen, Unfruchtbarkeit und anderen unangenehmen Folgen bis hin zum Tod führt.
Die jüngste Errungenschaft der Ärzte Tajikistans auf dem Gebiet der pädiatrischen Behandlung zeigt einmal mehr, dass sich in diesem Land die Kinderchirurgie ebenso wie andere Bereiche des Gesundheitswesens weiterentwickelt und Fortschritte macht und dabei bedeutende Ergebnisse erzielt.
Die Ärzte der Abteilung für Neugeborenen- und Säuglingschirurgie der staatlichen Einrichtung „Shifobaksh“ – Nationales Medizinisches Zentrum von Tajikistan – setzen sich dafür ein, dass alle seltenen kinderchirurgischen Eingriffe in unserem Land durchgeführt werden können, damit Patienten nicht unter hohem Kosten- und Zeitaufwand zur Behandlung ins Ausland reisen müssen.
Quelle: Pressestelle des Gesundheitsministeriums, Mai 2026

